Geschichte Portugals (1910 - 1974)

Die Erste Republik (1910 – 1926)

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts war Portugal eine parlamentarische Monarchie. Durch die politische Instabilität begünstigt, wurde durch eine Miltärrevolte, angeführt von republikanisch gesinnten Offizieren, der König Manuel II zum Abdanken gezwungen. Der König verliess Portugal und ging nach England ins Exil. Am 5. Oktober 1910 wurde die Republik ausgerufen. Portugal gehörte dadurch zu einem der ersten europäischen Länder in der die Monarchie abgeschafft wurde.

Ökonomisch war das Land völlig unterentwickelt. 1911 waren 58% der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig. Vier Fünftel der Bevölkerung lebte auf dem Land. Das einzige wirtschaftliche Zentrum des Landes war die Hauptstadt Lissabon.

Merkmale der 1. Republik

  • Allgemeines Stimmrecht
  • Laizistischer Staat (Gleichberechtigung der Religion)
  • Säkularisierung (Trennung von Kirche und Staat)
  • Nationalismus (Neue nationale Symbole: Flagge, Nationalhymne, Feiertage …)
  • Legalisierung von Gewerkschaften

Der neue Staat stand von Anfang an auf wackligen Beinen. Innenpolitische Kämpfe sowie der erste Weltkrieg und eine darauf folgende Wirtschaftskrise, verhinderte eine Verbesserung der Lebensbedingungen. Zahlreiche Putschversuche und Revolten von Links (Sozialisten, Anarchisten, Kommunisten) sowie von Rechts (Monarchisten) prägten die Zeit der ersten Republik.

Salazarismus und Estado Novo (1926 - 1974)

1926 wurde die Republik durch einen Militärputsch gestürzt. Der Putsch bekam von verschieden Lagern Unterstützung: Beteiligt waren konservative Republikaner, Katholiken und Rechtsextreme.

Der zuerst als Finanzminister in der neuen Regierung tätige António de Oliveira Salazar ergreift Schritt für Schritt die Macht. 1932 wurde er zum Regierungschef ernannt, daraufhin installierte er eine Einparteiendiktatur. Salazar nennt sein Regime „Estado Novo“ was soviel heisst wie „der Neue Staat“.

Merkmale der Diktatur

  • Verbot einer Opposition
  • Überwachungsstaat (Geheimpolizei)
  • Verfolgung von Regimegegner
  • Pressezensur
  • Vernachlässigung der Bildung für die ärmeren Schichten
  • Zeitweise faschistische Elemente (z.B. Uniformierte Jugendverbände)
  • Zeitweise internationale Isolierung

Während des zweiten Weltkrieges verhielt sich Portugal zuerst neutral. Erst 1943 gewährte es den Alliierten die Nutzung von Marine- und Luftwaffenstützpunkten auf den Azoren. Kurze Zeit später, nach Kriegsende, bekam die USA die Erlaubnis Militärstützpunkte auf dem portugiesischen Festland zu errichten. Als Gegenleistung erhielt Portugal Gelder vom Marshallplan. 1949 gehörte das Land zu den Gründungsmitgliedern der NATO. 1955 trat es der UNO bei.

In den 60er Jahren kam es zu einer vorsichtigen Integration in die Weltwirtschaft. Trotz aller wirtschaftlichen Bemühungen konnte der Wohlstand der Bevölkerung nicht vergrössert werden. 1973 erfolgte die Rezession durch die Ölkrise. Die Krise führte in Portugal zu hoher Arbeitslosigkeit, zu Inflation sowie einen enormen Staatsdefizit. Das Regime konnte sich nicht mehr an der Macht halten. Es folgte die Nelkenrevolution.

Die Geheimpolizei (PIDE/DGS)

1933 schuf Salazar, nach dem Vorbild der Gestapo eine Staatsschutzpolizei. Sie diente hauptsächlich als Werkzeug für eine umfassende Kontrolle Überwachung des privaten und öffentlichen Lebens. Im Laufe der Jahre entstand ein geheimes Staatsorgan welches ungefähr 10′000 Mitglieder umfasste. Die Staatsschutzpolizei verfügte über Sondergerichte und berüchtigte Spezialgefängnisse sowie einem umfangreichen Informanten- und Spitzelnetz.

Der Widerstand

In den 30er Jahren zerschlugen die Anhänger sämtliche oppositionellen Parteien und Gewerkschaften. Die Kommunistische Partei wie auch die Anarchosyndikalistische Gewerkschaft CGT wurden verboten. Der Widerstand war relativ schwach. Der Grund dafür war wohl die umfassende Überwachung und Verfolgung von Oppositionellen durch die Staatschutzpolizei. 1940 begann die Untergrundtätigkeit der Republikanischen und Sozialistischen Partei. 1943 wurde die „Bewegung Antifaschistischer Nationaler Einheit“ (MUNAF) gegründet. Die Bewegung wurde zum Sammelbecken für Regimegegner aus verschiedenen politischen Lagern.

Die Nelkenrevolution (1974)

Am 25. April 1974 kam es erneut zu einem Militärputsch, welche die so genante Nelkenrevolution auslöste. Da die politische Rechte durch das Salazar-Regime unglaubwürdig erschien, setzte sich diesmal die Linke durch. Es schien als würde sich in Portugal ein Sozialistisch geprägtes System durchsetzen. Erst in den 80er Jahren liess sich dann aber erkennen, dass sich eine liberal-parlamentarische Demokratie entwickelte.

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Die Macht der Hebel II

Wer Macht hat der sitzt an irgend einem Hebel der andere beeinflussen lässt, oder noch extremer, der über das Schicksal eines anderen entscheidet. Ich gehe davon aus, dass jedes Individuum gewisse zweifel an seinen Entscheidungen hat. Niemand ist sich hundertprozentig sicher, ob das was er tut auch wirklich richtig ist. Vor allem bei Dingen bei denen man keinen Bezug auf sich selber hat oder dieser nur indirekt vorhanden ist, dort ist auch keine vernünftige Lösung zu erwarten.

Bei ein einer repräsentativen Demokratie wird diese Entscheidung immerhin von mehreren Köpfen durchdiskutiert. Sobald eine Mehrheit gefunden worden ist, wird dieser erarbeitete Entschluss in Form von einer Verordnung bzw. eines Gesetzes in die Gesellschaft eingeführt.

Doch werden die Menschen die von dieser Entscheidung tatsächlich betroffen sind miteinbezogen? In der Schweiz ist dies bei Gesetzesbeschlüssen durchaus möglich. Das Referendum- und Initativrecht ermöglichen es der Bevölkerung auf die Politik direkt Einfluss zu nehmen. Unsinnig ist dabei die Tatsache das Ausländer die in der Schweiz leben völlig ausgeschlossen werden. Sie haben in unserem Land keine Stimmrecht, obwohl sie 1/5 unserer Gesellschaft ausmachen. Trotz dieser Tatsache ist für mich immer wieder schön zu sehen was in unserem Land passiert wenn es mal wieder eine Volksabstimmung bevor steht. Es wird überall diskutiert. Ob in der Familie zu Hause am Mittagstisch oder bei der Arbeit mit Arbeitskollegen. Ob arm oder reich, alt oder jung, die Schweizer üben sich fleissig im Streitgespräch. Die Politik wirkt auf einmal nicht mehr fremd, sondern wird zu einem Teil der Gesellschaft.

Die direkte Demokratie ist also förderlich für die Kompetenz eines Bürgers. Der Einzelne macht sich Gedanken über das Zusammenleben der Menschen und wird dadurch automatisch sensibilisiert. Doch könnte man das Mitbestimmungsrecht noch erheblich ausbauen. Dafür müsste man die geeigneten Plattformen anbieten. Nicht nur öffentliche bzw. staatliche Institution wie z.B. Schulen könnten hier umgestaltet werden, sondern auch Private Unternehmen müssten demokratisiert werden. Jeder Einzelne soll ernsthaft mitbestimmen können.

Die macht eines Hebels kann also begrenzt werden, und zwar indem man mehr Hebel herstellt. Das Ziel heisst Basisdemokratie. Und wer sagt das die Umsetzung dieser Basisdemokratie utopisch sei, dem ist nicht bewusst das wir im Zeitalter des Internets leben, eine weitere mächtige Plattform unserer Zeit. Somit ist er, für mich jedenfalls, reaktionär und antidemokratisch.

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Hut ab vor dem Raab

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0 Kommentare 03.10.2008

Tag der deutschen Einheit

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1 Kommentar 03.10.2008

Macht

Wer Macht hat der sitzt an irgend einem Hebel der andere beeinlussen lässt, oder anders, der über das Schiksal eines anderen entscheidet. So entscheiden tagtäglich unsere Representanten in der Politik was mit uns geschehen soll. Ich gehe davon aus, dass jedes Induvidum gewisse zweifel an seinen Entscheidungen hat. Niemand ist sich hunderprozentig sicher, ob das was er tut auch wirklich richtig ist. Vorallem bei Dingen bei denen man keinen Bezug auf sich selber hat oder dieser nur inderkt vorhanden ist, dort ist auch keine vernünftige Lösung zu erwarten.

Niemand weiss was für uns richtig ist. Niemand kann vernünftig entscheiden. Niemand kann das! Darum verachte ich alle die Einfluss auf unsere Gesellschaft nehmen und dann noch denken er handle absolut richtig. Diese Kompetenz würde ich nur Gott anvertrauen, wenn es ihn dann gäbe.

Es gibt jedoch eine Ausnahme: Einzig die Verteidigung der persönlichen Freiheit, soweit sie niemand anderen ernsthaft bedrängt oder diskriminiert, darf mit allen Mitteln verteidigt werden, ja sogar mit Gewalt. Diese Freiheit des Individums kann nur verteidigt werden indem man die Personen entfernt die an den Hebeln der Macht willkürlich herum spielen.

Mir ist bewusst, dass Macht immer existieren wird. Sie kann aber begrenzt werden, und zwar indem man mehr Hebel herstellt. Das nennt man direkte Demokratie oder auch Basisdemokratie. Und wer sagt das die Umsetzung dieser Basisdemokratie utopisch sei, dem ist nicht bewusst das wir im Zeitalter des Internets leben. Somit ist er, für mich jedenfalls, reaktionär.

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1 Kommentar 26.09.2008

Basket Case

Mein Start an der BMS ist äusserst glücklich verlaufen. Innert ein paar Wochen steigerte ich mich in den absoluten Wahnsinn hinein. Das Ergebnis waren schlaflose Nächte und schlechte Noten. Ein sehr zutreffendes Lied in Bezug auf mein Leiden ist Basket Case von Greenday. Veröffentlicht wurde überigens 1994 auf der einzigen hörbaren Platte “Dookie”.

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0 Kommentare 22.09.2008

Europa der Volksfronten

1929 brach die Wirschaft in den vereinigten Staaten durch einen Börsencrash völlig zusammen. Etwa 2 Jahre später erreichte diese Krise auch Europa. Die Massen, welche an hunger und arbeitslosigkeit litten, radikalisierten sich zunehmend und schlossen sich der extremen Rechten oder Linken an. Während in Italien und Deutschland die Faschisten an die macht kamen, gelang es in Frankreich und Spanien der Linken die Wahlen für sich zu entscheiden. Somit endstand in Europa ein Gleichgewicht welche einen Krieg noch zu verhindern vermochte.

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0 Kommentare 31.08.2008

Die Entwicklung des europäischen Arbeitsmarktes von den 70er bis heute

Durch die Globalisierung hat sich der Arbeitsmarkt völlig verändert. Die soziale Ungleichheit ist nicht nur global, sondern auch national enorm grösser geworden. Die Arbeitslosenquote ist in fast allen europäischen Staaten gestiegen. Vor allem in den ehemaligen Ost-Block-Ländern ist dies durch den viel zu rasch vollzogenen Systemwechsel deutlich sichtbar geworden.

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2 Kommentare 24.08.2008

Prager Frühling

1968 war historisch ein sehr wichtiges Jahr. In den Kapitalistischen Länder ist es vorallem verbunden mit dem Höhepunkt der Anti-Vietnam Demostrationen. Die Bewohner des damaligen Ost-Block verbinden es allerdings mit dem Prager Frühling.

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0 Kommentare 22.08.2008

R.A.T.M - renegades of funk

Dieses Video ist für die Polit-Hip-Hop Begeisterten, für die Bürgerrechtsbewegung (oder was davon überig geblieben ist), für alle Sozialrevolutionäre, für die Unterdrückten auf unserer Welt, für die nicht Verblendeten und für die, die wie ich, jeden tag die Fresse halten um von der bürgerlichen Gesellschaft nicht ausgeschlossen zu werden.

Danke, ihr seid ein startker Grund um sich morgens aufzurappeln und zu versuchen, irgendwas sinnvolles aus dem Tag zu machen.
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0 Kommentare 26.05.2008